Der Kiwi

29 06 2011

Die Neuseeländer sind so stolz auf ihren Kiwi, dass ich mich manchmal wundern muss, wieso er noch nicht schon die neuseeländische Nationalflagge ziert. In Souvenir Shops, auf Autos, in den Medien und überhaupt überall wo man auch nur ansatzweise etwas mit dem Vogel verbinden kann, wird er als Symbol für Neuseeland verwendet.
Dabei lässt sich der Vogel, der noch nicht mal fliegen kann, kaum blicken. In fast einem Jahr in dem ich jetzt schon hier bin und dabei ziemlich viel in der Natur unterwegs war, habe ich noch nicht einmal einen Kiwi gesehen. Kein Wunder. Der Vogel ist Nachtaktiv, extrem scheu und vom aussterben bedroht. Früher war er über ganz Neuseeland verbreitet, heutzutage nur noch in bestimmten Naturschutzgebieten und auf vorgelagerten Inseln. Grund dafür sind eingeschleppte Tiere wie Hunde, Katzen, Opossums und andere vom Menschen eingeführte Säugetieren. Von 200 Kiwis wird nur noch einer erwachsen.
Ich hab mich schon öfter auf die Suche nach einem Kiwi gemacht. Bisher aber nur die schrillen Pfiffe, die bei günstigen Bedingungen bis zu fünf Kilometer weit gehen, gehört. In Kiwihäusern kann man den Vogel in einer sicheren Umgebung anschauen oder ins Museum gehen und ihn aus nächster Nähe beobachten. Nichts für nen Naturburschen wie mich, ich bleib weiter auf der Suche!

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Putangirua Pinnacle Rocks

1 06 2011

Vor ein paar Wochen waren wir am südlichsten Punkt der Nordinsel. Es ging einige Kilometer an einer verlassenen Küstenstraße entlang. Die dünn besiedelte Gegend wird von ein paar Maori’s und Fischern besiedelt. Es gibt genau eine Straße die als Verbindung der kleinen Dörfer an der Küste zum nächst größeren Dorf (das selbst nur ein paar hundert Menschen zählt) dient. Die Straßenverhältnisse erinnern an Zustände aus einem Entwicklungsland:

Auf dem Foto sieht man die Straße, die gerade so in eine Felswand reingeschnitten wurde und an machen Stellen kriminell eng ist. Ein paar hundert Meter weiter vorne hört der Teer einfach auf und es beginnt ein Schotter-Weg, der entweder so ausgefahren ist das man meint man fahre mit einem Traktor auf einem Feldweg oder er ist mit einer 7 cm Kiesschicht bedeckt, sodass man in jeder Kurve entweder total einsinkt oder der Wagen ausbricht.

Nach einer spektakulären Fahrt entlang der Küste ging es zu Fuß weiter. Eine knappe Stunde sind wir durch ein fast trockenes Flussbett gewandert um die Putangirua Pinnacle Rocks zu erreichen. Ein faszinierender Anblick wenn man dazwischen durchläuft. Die bis zu 50m hohen, grauen und weichen Felstürme wurden von Wind und Regen geformt. Manche sind so dünn und hoch das man Angst haben muss beim nächsten Windstoß von einem Turm erschlagen zu werden. Ich frag mich ob das Hinweisschild „Watch out for falling Rocks“ ironisch gemeint war. Die Pinnacle Rocks waren übrigens auch Teil des Filmsets für Herr der Ringe.





Foto Ausflung – Lake Wairarapa

25 05 2011

Sonnenaufgang ist in Neuseeland derzeit um 7:30 Uhr. Am Samstag bin ich mit Dany um 5:00 Uhr aufgestanden um am „Lake Wairarapa“ in den frühen Morgenstunden zu fotografieren. Der See liegt zwischen zwei Gebirgen inmitten vom neuseeländischen Weideland. Mit 78 km² ist er der dritte größte der Nordinsel, hat aber gerade mal eine maximale tiefe von 2,5 m, also eher ne riesige Pfütze. Zum Geburtstag hab ich mir ein neues Objektiv gegönnt, das ich unbedingt noch in Neuseeland verwenden wollte. Es ist ein Weitwinkel Objektiv. Mit dem bekommt man mehr vom Motiv auf das Bild, als es dem natürlichem Auge entspricht. Macht echt spaß damit zu fotografieren, auch wenn es vom Umgang her nicht so einfach ist und man ein Zeit braucht um sich an die neue Perspektive zu gewöhnen. Außerdem hab ich noch ein flexibles Stativ bekommen mit dem ich meine Kamera auf jeden möglichen Untergrund stellen kann. Ich bin jetzt also bestens ausgerüstet um meine letzten Monate in Neuseeland festzuhalten!





Shot of the week

19 04 2011

Sonnenuntergang über Wellingtons Küste.





Southern crossing – Gebirge Überquerung

12 04 2011


Heute berichte  ich endlich mal wieder von einer Wanderung! Von Freitag bis Sonntag habe ich das “Southern Crossing“ im “Tararua Forest“ gemacht. Eine 2,5 Tages Wanderung, bei der man ein Gebirge überquert. Eigentlich stand diese Tour schon seit langem auf meinem Programm aber durch Wetterbedienungen und Schwierigkeiten bei der Planung musste ich die Wanderung bis auf das letzte Wochenende verschieben. Das 32 KM lange crossing ist bei neuseeländischen Wanderern bekannt für seine tollen Aussichten, aber auch dafür das es schon einige Menschen mit dem Leben bezahlt haben. Letztes Jahr ist ein bekannter Wanderer, der auch das Nationalmuseum aufgebaut hat, mit seiner Frau auf dieser Route wegen Wetterumschwung und darauf folgende Unterkühlung gestorben. Wir hatten zum Glück nur Sonnenschein und kaum Wind! Am Freitag mussten wir 2,5 Stunden im Dunkeln zur ersten Hütte laufen auf der wir übernachtet haben. Am Samstag ging es dann 8 Stunden lang über einige Bergketten, die bis auf 1529m hoch gingen. Von dort oben hatten wir eine unglaubliche Sicht über 200 KM weit auf die Berge der Südinsel, die andere Insel Neuseelands. Der Sonntag ging überwiegend durch einen über und über mit Moos bewachsenen Wald der uns zu einem Fluss führte. Einige zähe Stunden gingen durch den Regenwald bis wir endlich nach 9 Stunden laufen am anderen Ende des Gebirges rauskamen.

Bei Sonnenaufgang um 7:30 sind wir losgelaufen.

Zur Mittagspause gabs aufgewärmte Kartoffelsuppe aus der Dose.

Über diese Bergketten ging der Weg. Ein schmaler Grat und dann ein paar Hundert Meter steil Bergabwärts!

Am Gipfelkreuz vom Mount Hector auf 1529m.

In dem Mooswald kam man sich vor wie in einem Zauberwald von Walt Disney.





Shot of the week

7 04 2011

State Highway 1 von Johnsonville nach Wellington

Diese Woche passt mein „Shot of the week“ eigentlich gar nicht in die bisherige Sammlung rein. Sonst hatte ich immer nur Aufnahmen mit der Natur. Gestern Abend wollte ich an unserer Autobahn, die von meinem Wohnort in den Bergen nach Wellington führt, eine Langzeitbelichtung aufnehmen. Ich hab das Foto 30,0 Sek. bei f / 29, ISO 100 belichtet.





Shot of the week

14 03 2011


Orca Wal im Hafen von Wellington.

Gestern haben wir einen fast normalen Tag am Strand in Wellington verbracht. Wären da nicht die Orca Wale vorbeigekommen. Ich war gerade dabei mein Logbuch mit den Erlebnissen der letzten Tage zu vervollständigen als alle Strandbesucher zum Wasser rannten. Acht Orca Wale hatten sich im Hafen von Wellington verirrt und sind 20 Meter entfernt vom Strand vorbei geschwommen. Es kommt nur sehr selten vor das sich Orca Wale in Wellington verirren. Daher waren die Leute auch sehr aufgeregt – oder war es wegen den Menschen auf dem Floß, welches die “Killer Wale“ umkreist haben?