Castle point Leuchtturm

19 06 2011

Leuchttürme gibt es an jeder Ecke in Neuseeland. Die meisten erfüllen wohl lediglich ihren Zweck als Wegweiser für die Schifffahrt. Ein paar markieren geografische Extrempunkte wie Cape Reinga als nördlichster Punkt der Nordinsel oder der Leuchtturm am East Cape, der als der östlichste der Welt gilt. Aber keiner ist so schön wie der Leuchtturm am Castlepoint in der Wairarapa Area: vorgelagert auf einem steilen Klippenvorsprung, der die Bucht markiert steht der weise, schlanke Leuchtturm zwischen den Felsen. Auch wenn es nur ein Leuchtturm ist und die Gegend außer einer 152 Meter hohen Klippe und ein paar Stränden nicht viel zu bieten hat, gehört es zu meinen Lieblingsplätzen in Neuseeland. Im Sommer war ich hier schon auf dem Music-camp mit meinen Schülern vom Onslow College.

Diesmal bin ich mit ein paar Freunden früh vor Sonnenaufgang losgefahren um am Leuchtturm die aufgehende Sonne anzusehen. Die Straße zu Castlepoint führt durch Unmengen von Hügeln die entweder mit dichtem Gras oder mit Beachforest bewachsen sind. Nach einer Stunde fahrt durchs NICHTS kann man wohl mal wieder sagen, man ist am Ende der Welt angekommen.

Ein paar Holzstufen führen zum Leuchtturm, dann weiter auf einen Felsen auf dem man einen tollen Ausblick über das verschlafenen Örtchen hat. Außer einem Angler und uns ist noch keiner da. Die Wolken und das Licht ändern sich in jeder Minute, in der die Sonne vor dem aufgehen ist. Dann kommt die Sonne und die gesamte Umgebung nimmt wieder eine andere Stimmung an.

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Putangirua Pinnacle Rocks

1 06 2011

Vor ein paar Wochen waren wir am südlichsten Punkt der Nordinsel. Es ging einige Kilometer an einer verlassenen Küstenstraße entlang. Die dünn besiedelte Gegend wird von ein paar Maori’s und Fischern besiedelt. Es gibt genau eine Straße die als Verbindung der kleinen Dörfer an der Küste zum nächst größeren Dorf (das selbst nur ein paar hundert Menschen zählt) dient. Die Straßenverhältnisse erinnern an Zustände aus einem Entwicklungsland:

Auf dem Foto sieht man die Straße, die gerade so in eine Felswand reingeschnitten wurde und an machen Stellen kriminell eng ist. Ein paar hundert Meter weiter vorne hört der Teer einfach auf und es beginnt ein Schotter-Weg, der entweder so ausgefahren ist das man meint man fahre mit einem Traktor auf einem Feldweg oder er ist mit einer 7 cm Kiesschicht bedeckt, sodass man in jeder Kurve entweder total einsinkt oder der Wagen ausbricht.

Nach einer spektakulären Fahrt entlang der Küste ging es zu Fuß weiter. Eine knappe Stunde sind wir durch ein fast trockenes Flussbett gewandert um die Putangirua Pinnacle Rocks zu erreichen. Ein faszinierender Anblick wenn man dazwischen durchläuft. Die bis zu 50m hohen, grauen und weichen Felstürme wurden von Wind und Regen geformt. Manche sind so dünn und hoch das man Angst haben muss beim nächsten Windstoß von einem Turm erschlagen zu werden. Ich frag mich ob das Hinweisschild „Watch out for falling Rocks“ ironisch gemeint war. Die Pinnacle Rocks waren übrigens auch Teil des Filmsets für Herr der Ringe.





Shot of the week

29 05 2011

Savannen-Sonnenaufgang in den Wairarapas.

Als ich letzte Woche zum Lake Wairarapa zum fotografieren gefahren bin sind wir noch bei Dunkelheit losgefahren. Es ging vom State Highway (= staatliche Fernverkehrsstraße – die größten Straßen in Neuseeland, die wir als Verbindungsstraße zwischen zwei Käffern betiteln würden) auf eine noch kleinere Straße Richtung See. Im Rückspiegel und den Außenspiegeln sahen wir diesen absolut atemberaubenden Sonnenaufgang über den Weiden der Wairarapa Region.

 

 





Foto Ausflung – Lake Wairarapa

25 05 2011

Sonnenaufgang ist in Neuseeland derzeit um 7:30 Uhr. Am Samstag bin ich mit Dany um 5:00 Uhr aufgestanden um am „Lake Wairarapa“ in den frühen Morgenstunden zu fotografieren. Der See liegt zwischen zwei Gebirgen inmitten vom neuseeländischen Weideland. Mit 78 km² ist er der dritte größte der Nordinsel, hat aber gerade mal eine maximale tiefe von 2,5 m, also eher ne riesige Pfütze. Zum Geburtstag hab ich mir ein neues Objektiv gegönnt, das ich unbedingt noch in Neuseeland verwenden wollte. Es ist ein Weitwinkel Objektiv. Mit dem bekommt man mehr vom Motiv auf das Bild, als es dem natürlichem Auge entspricht. Macht echt spaß damit zu fotografieren, auch wenn es vom Umgang her nicht so einfach ist und man ein Zeit braucht um sich an die neue Perspektive zu gewöhnen. Außerdem hab ich noch ein flexibles Stativ bekommen mit dem ich meine Kamera auf jeden möglichen Untergrund stellen kann. Ich bin jetzt also bestens ausgerüstet um meine letzten Monate in Neuseeland festzuhalten!





Ein Wochenende im Strandhaus

22 03 2011

Mein letztes Wochenende war wieder einmal vollgepackt mit Aktivitäten:
Am Samstag morgen habe ich mich mit Dany und drei Freunden ins Auto gesetzt und ab gings in die Natur! Nach zwei Stunden Autofahrt kamen wir an der Schlucht „Waiohini Gorge“ an, wo wir ein gemütliches Picknick und einen Buschwalk gemacht haben.

Waiohini Gorge in den Wairarapas, nördlich von Wellington.


Ich bin immer auf der Suche um irgendwo hochzuklettern oder runterzuspringen.


Am frühen Abend sind wir eine halbe Stunde weiter nördlich nach Masterton zum Ballonfest gefahren. Keiner von uns wusste was man sich darunter vorstellen sollte, deshalb war unsere Vorfreude relativ groß. Letztendlich waren auf dem Festgelände ein Duzend bunter Heißluftballons die in der Nacht, im Takt zur Musik aufleuchteten. Die Stimmung war ziemlich cool. Viele Leute aus den umliegenden Käffern waren gekommen um sich das Schauspiel anzusehen. Es findet eigentlich jahrlich statt, wird aber oft wegen zu viel Wind oder Regen abgesagt. Es sah auch lustig aus wie die rießigen Ballongesichter im Wind hin und her schwankten als würden sie zur Musik tanzen. Losgeflogen sind sie leider nicht.

Weiter ging es dann an die Ostküste der Nordinsel, genauer gesagt nach Riversdale wo die Familie eine Freundin ein Strandhaus hat. Wir durften das Strandhaus für das komplette Wochenende benutzten und haben uns dort mit einigen Freudnen getroffen.
Unser Strandhaus für das Wochenende.

Am Sonntag bin ich bei den Klippen am Strand auf „Paua shell“ jagt gegangen: Paua shells (= essbare, handgroße Muscheln) sind außen mit einer dicken Kalkschicht  umgeben und haben innen einen blau/turkisenen Schimmer. Das Muschelfleisch gilt in weiten Teilen der Erde als Delikatesse und kostet rund 200 $ (~ 100 €) pro Kilogramm. Dabei ist der Geschmack sehr gewöhnungsbedürftig und vom aussehen und anfühlen erinnert das Fleisch an die schlabbrigen Lippen eines Hundes. Die Muscheln sind deshalb so teuer weil sie nur an wenigen Orten zu finden sind und schwer zu jagen. Mit einem Messer geht man vorsichtig zwischen Muschel und Fels und versucht sie zusammen mit einer Hand wegzuhebeln, ehe sie sich an den Felsen saugt. Die Muschel ist ungefähr so groß wie eure Handlänge und hat eine unglaubliche Saugkraft.

Mehr oder weniger leckere Paua, zubereitet mit Limetten und Wein.

Zu unserer Grillparty gab es noch frisch geschlachtete Kuh die von einer Farm stammte, auf der eine Freundin von mir ein Au-pair Jahr macht.