Foto Ausflung – Lake Wairarapa

25 05 2011

Sonnenaufgang ist in Neuseeland derzeit um 7:30 Uhr. Am Samstag bin ich mit Dany um 5:00 Uhr aufgestanden um am „Lake Wairarapa“ in den frühen Morgenstunden zu fotografieren. Der See liegt zwischen zwei Gebirgen inmitten vom neuseeländischen Weideland. Mit 78 km² ist er der dritte größte der Nordinsel, hat aber gerade mal eine maximale tiefe von 2,5 m, also eher ne riesige Pfütze. Zum Geburtstag hab ich mir ein neues Objektiv gegönnt, das ich unbedingt noch in Neuseeland verwenden wollte. Es ist ein Weitwinkel Objektiv. Mit dem bekommt man mehr vom Motiv auf das Bild, als es dem natürlichem Auge entspricht. Macht echt spaß damit zu fotografieren, auch wenn es vom Umgang her nicht so einfach ist und man ein Zeit braucht um sich an die neue Perspektive zu gewöhnen. Außerdem hab ich noch ein flexibles Stativ bekommen mit dem ich meine Kamera auf jeden möglichen Untergrund stellen kann. Ich bin jetzt also bestens ausgerüstet um meine letzten Monate in Neuseeland festzuhalten!

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Unterwegs mit dem Postboten

20 05 2011


Totaranui – Marlborough Sounds, New Zealand

Viele Orte in Neuseeland lassen sich nur vom Wasser aus erreichen. Vokalem in den steilen Fjorden auf der Südinsel sind Häuser über dem Landweg einfach nicht zu erreichen. Es gibt aber eine kleine Anzahl an Menschen, die in diesen Gebieten leben. Diese sind meistens Fischer, einige auch Wunsch-Einsiedler. Ich habe einen neuseeländischen Postboten einen Tag bei seiner Arbeit begleitet. Zwei mal pro Woche macht Postbote McMillian mit seinem Boot auf Tour durch die Fjorde um die Post zu liefern. Morgens verpackt er die angesammelten Briefe in Stoffsäcke und bringt sie auf sein Boot. Dann fährt er mit MPF Navigation verschiedene Buchten an. Auf einem Steg wartet meistens der dressierte Hund des Hausbesitzers mit einem alten Stoffsack auf den Postboten. Die Übergabe erfolgt direkt vom Boot aus, indem McMillian die Stoffsäcke tauscht. Der Hund dackelt zu seinem Besitzer und wir steuern das nächste Ziel an.

Der Hausbesitzer wartet mit seinen Hunden auf die Post.

Postübergabe direkt vom Boot.


McMillian sagt mir das bei schlechtem Wetter die Menschen in den Fjorden so lange auf ihre Post warten müssen, bis er wieder mit seinem Boot ausfahren kann. Nur wenige bei uns in Deutschland könnten sich vorstellen einfach 7 Tage keine Post zu bekommen, vollem wenn es kein Internet und Telefon gibt.

McMillian’s mail boat.





Heisser Matsch und kochende Seen

11 05 2011

Kochend heißes Wasser das aus einem Loch der Erdkruste kommt zeigt die thermale Aktivität der Gegend.

Da Neuseeland auf dem Riss zweier Kontinentalplatten liegt, tut sich nicht nur viel oberhalb der Erde, sonder auch darunter. Ein immer noch aktiver Vulkan, Erdbeben und thermale Gebiete beweisen es täglich. Die Stadt „Rotorua“ ist in Neuseeland bekannt für ihren beißenden Geruch nach faulen Eiern. Man riecht die Stadt schon, bevor man überhaupt das Ortsschild erreicht hat. Hier ist die Erdkruste so dünn, dass es überall in der Stadt heiße Quellen oder brodelnde Schlammlöcher gibt. In manchen Straßen kommt der Dampf sogar aus dem Gullideckel. Ganze Flüssen haben Badewannen-Temperatur. Um warmes Wasser macht sich hier keiner Sorgen. Es gibt einige Thermalbäder in denen man im heissen Schwefelwasser baden kann. Wir sind durch einen Park gelaufen wo neben dem Weg tiefe Löcher mit heißem Wasser sind oder blubbernder Matsch wie Schokoladenpudding aus der Erde kommt.

Heisser Matsch blubbert wie Schokopudding aus der Erde.

Auf dem Foto ist ein „Erdofen“ zu sehen. Maorische Einwohner haben die Vorteile der Wärme schon vor hunderten Jahren genutzt. Die Erdöfen sind heute noch intakt. Meistens können Touristen dort im Rahmen einer Führung ihr Mittagessen kochen.





Queen Charlotte Track – Vier Tage in den Fjorden

2 05 2011

Blick auf die Fjorde der Südinsel

Die vergangenen 3,5 Tage habe ich in Neuseelands Fjorden verbracht. Fjorde sind zerklüftete Küsten, die vom Festland der Insel meist einige Kilometer in das Meer hineinreichen. Vom Bergrücken fallen sie meistens zu beiden Seiten steil zum Wasser ab.
Der Queen Charlotte Trank ist ein 71 Km langer Weg der vom Beginn einer Fjord-Bergkette zum Festland führt. Ich habe mich von einem Boot am Anfang der Fjorde absetzten lassen um den Weg über die Berge zurückzulaufen.
Typisches Wanderessen: Nudeln mit Käse, warmgemacht aufm Gaskocher.

Das war die Bucht in der ich in der ersten Nacht geschlafen habe.

Eigentlich sollte ich nach all den Wanderungen in Neuseeland wissen, wievielt Essen für eine vier Tagestour benötigt wird. Aber man weis ja nie was passiert, also lieber Essen für 6 Tage mitnehmen. Mit Zelt, Isomatte, Gaskocher und viel zu viel an Essen bin ich also losgelaufen.
Das waren die Ausblicke vom Wanderweg über die Berge.

Die Kilometer weiten Ausblicke über die Fjord Landschaft haben aber jeden Schritt ausgezahlt. Die meiste Zeit ging es durch dichten Buschwald, dann wieder über den Bergrücken. Zwei Nächte habe ich gezeltet und eine Nacht in einem Unterstand mit Blick auf den Sternenhimmel geschlafen.
Nach einer eiskalten Nacht in einem Holzunterstand konnte ich wegen der Kälte und den herumlaufenden Possums nicht mehr schlafen und hab gewartet bis es hell wird.





Mount Taranaki Gipfel Besteigung

27 04 2011

Dany und Ich haben letzte Woche unter schweißtreibender Arbeit den zweithöchsten Berg der Nordinsel Neuseelands bestiegen. Für die mit 10 Stunden ausgeschriebene Wanderung sind wir um 05:00 Uhr in der Früh aufgestanden, haben unsere Bäuche noch einmal mit warmen Essen gefüllt und sind vor Sonnenaufgang losgelaufen.


Die ersten Stunden gingen durch dichten Urwald bis wir über die Buschgrenze kamen und dann auch die Sonne rauskam. Immer den Gipfel vor Augen sind wir erst durch Steppengras, über unbefestigtes Geröll, dann über Schneefelder gewandert.


Der fast perfekt kegelförmige Vulkan ist bekannt für seine schnellen Wetterumschwünge, was den Berg zu einem der gefährlichsten in Neuseeland macht. Um 10 Uhr hatten wir bereits 1000 von 1500 zu laufenden Höhenmetern geschafft. Nach weiteren 2 Stunden ist der Anstieg so steil geworden das Dany schon gar nicht mehr nach unten schauen wollte.

Gegen Mittag standen wir nach 5,5 Stunden endlich im Krater des Vulkans und hatten somit den Gipfel bestiegen. Vor uns war an diesem Tag noch kein Mensch da, was die Eislandschaft zu einem faszinierenden Ort machte. Nach ca. 2 Stunden auf dem Gipfel war uns kalt genug um wieder herunter zu stapfen.

Der Weg nach unten war um einiges schneller da ich wie schon beim Mt. Tongariro auf einer Plastiktüte über die Schneefelder nach unten gerutscht bin. Nach weniger als 3 Stunden waren wir wieder an unserem Auto.





Southern crossing – Gebirge Überquerung

12 04 2011


Heute berichte  ich endlich mal wieder von einer Wanderung! Von Freitag bis Sonntag habe ich das “Southern Crossing“ im “Tararua Forest“ gemacht. Eine 2,5 Tages Wanderung, bei der man ein Gebirge überquert. Eigentlich stand diese Tour schon seit langem auf meinem Programm aber durch Wetterbedienungen und Schwierigkeiten bei der Planung musste ich die Wanderung bis auf das letzte Wochenende verschieben. Das 32 KM lange crossing ist bei neuseeländischen Wanderern bekannt für seine tollen Aussichten, aber auch dafür das es schon einige Menschen mit dem Leben bezahlt haben. Letztes Jahr ist ein bekannter Wanderer, der auch das Nationalmuseum aufgebaut hat, mit seiner Frau auf dieser Route wegen Wetterumschwung und darauf folgende Unterkühlung gestorben. Wir hatten zum Glück nur Sonnenschein und kaum Wind! Am Freitag mussten wir 2,5 Stunden im Dunkeln zur ersten Hütte laufen auf der wir übernachtet haben. Am Samstag ging es dann 8 Stunden lang über einige Bergketten, die bis auf 1529m hoch gingen. Von dort oben hatten wir eine unglaubliche Sicht über 200 KM weit auf die Berge der Südinsel, die andere Insel Neuseelands. Der Sonntag ging überwiegend durch einen über und über mit Moos bewachsenen Wald der uns zu einem Fluss führte. Einige zähe Stunden gingen durch den Regenwald bis wir endlich nach 9 Stunden laufen am anderen Ende des Gebirges rauskamen.

Bei Sonnenaufgang um 7:30 sind wir losgelaufen.

Zur Mittagspause gabs aufgewärmte Kartoffelsuppe aus der Dose.

Über diese Bergketten ging der Weg. Ein schmaler Grat und dann ein paar Hundert Meter steil Bergabwärts!

Am Gipfelkreuz vom Mount Hector auf 1529m.

In dem Mooswald kam man sich vor wie in einem Zauberwald von Walt Disney.





Onslow College Musik-camp

15 02 2011

Unsere Camp Location direkt am Castlepoint bei Masterton.

Während ich am Freitag meine Reisesachen von der Südinsel aufgeräumt habe, habe ich einen Anruf vom Zivi-Alex bekommen, der mir gesagt hat ich kann gleich wieder packen. Von Sonntag bis Dienstag sind wir als Betreuer auf ein Musik-camp gefahren. Unsere Aufgabe bestand darin, die 60 Schüler zwischen 13 – 17 Jahre zu bekochen, betreuen und nicht zuletzt den Haufen zu animieren. Das geräumige Camp war im 3 Std. entfernten Castlepoint, an der Ostküste von Neuseelands Nordinsel. Täglich wurden zwei Musik-Trainingseinheiten abgehalten in denen die Schüler Songs wie ‚let it be‘ von den Beatles mit ihren mitgebrachten Musikinstrumenten einstudierten. Wir haben derweil versucht auf Industrieküchen Niveau Bratwüste, Lasagne oder Snacks für alle zu kochen. Ja, jedem hat es geschmeckt und Essen war immer genug da; dieDeutschen wissen halt wie ma Bratwürschtel grillt ;-).

Nachdem alles gut Lief und wir ne Menge Spaß zusammen hatten, habe ich beschlossen für meinen nächsten Nebenjob als Urlaubsanimateur zu arbeiten. Die Hotelanlage bzw. den Campingplatz werdet ihr dann noch Zeitnah erfahren um euren Urlaub buchen zu können 😛

 

Beim Versuch eine fünf stöckige Menschen Pyramide zu bauen.